Jules - zwischen Abercrombie und Aperol

senza titolo

17. Dezember 2009

weil mir keiner einfällt. Ist eigentlich auch nicht viel zu sagen - die Koffer sind gepackt, die Mitbringsel verstaut. Uschi friert draußen. In wenigen Stunden machen wir uns auf nach Deutschland. Zurück.
Der Kopf und das Herz wollen hier bleiben. Ist das brutal? Oder verständlich?
Ich weiß es nicht, stelle mir die Frage aber andauernd. Was ist nur passiert in so kurzer Zeit…
die sechs Stunden Autofahrt werden es mir hoffentlich erklären. Buonanotte e ci vediamo presto, Italia!

Ne posso ne voglio…

13. Dezember 2009

Die Welt entdecken - neue Kulturen kennenlernen, sich anpassen und letztendlich ankommen… Und wieso muss man genau an diesem Punkt aufhören? Wieso geht es dann zu Ende, wenn das Wohlbefinden und das Glück so groß sind, dass man es kaum in Worte fassen kann…
Die Welt entdecken - das wollte und will ich noch immer. Um ehrlich zu sein, weiß ich aber nicht, ob ich dafür stark genug bin. Denn ich will nicht jedes Mal, wenn ein Stückchen dieser “neuen Welt” zur Normalität geworden ist, gehen müssen. Das Gewohnte aufgeben müssen. Freundschaften, den gewohnten Alltag hinter sich lassen und das Kapitel wieder ein Stück weit schließen. Man baut sich etwas auf und ganz plötzlich muss man gehen.
Eine gute Freundin sagt mir oft, dass mir niemand diese Erinnerungen nehmen kann. Andere sagen, dass man dann gehen soll, wenn es am schönsten ist. Beides stimmt irgendwie. Dennoch ärgere ich mich darüber.
Es bleibt nicht mehr viel Zeit, Zwischenstopp Weihnachten, danach noch einmal ein Monat in Italien und das alte Leben hat mich wieder. Ich freue mich drauf - aber zur gleichen Zeit will ich das “alte” neue Leben nicht zurücklassen, denn

der Abschied ist die Geburt der Erinnerung

Viel passiert und etwas gemerkt…

25. November 2009

….dass Italien jeden Tag besser wird. Und das seit 7 Wochen. Unbeschreiblich, bald werde ich es versuchen, hier zu beschreiben…..

In Palermo ticken die Uhren anders…

22. November 2009

Rom? Waren wir schon… Adria? Sind wir fast jedes Wochenende.. Mailand? Zu kalt… Florenz? Sind wir doch nächste Woche. Sizilien? OMG - jaaaaaa!!!! Und so kam es, dass sich 5 verrückte Mädels eines Wochenendes auf den Weg von Bologna nach Trapani auf Sizilien gemacht haben. Sehr spektakulär sogar - wir waren die letzten, die ins Flugzeug gelassen wurde…wie Im film, wir rein, Tür zu und auf gehts!!!! Nach einer knappen Stunde und einem gewaltigen Klimawechsel sind wir auf der wunderschönen Insel Sizilien angekommen. Hundemüde aber beeindruckt von der beeindruckenden Landschaft. Das Wasser - so klar wie auf Sardinien, die Landschaft erinnert an die Emilia Romagna - ein ganz anderes Italien. Unser Ziel war Palermo: So schön die Idylle dieser Landschaft, so verrückt die Stadt Palermo. Mit verrückt meine ich den Verkehr. Man hat ja im Vorfeld schon viel über die Süditaliener - besonders die Sizilianer gehört, aber was dort abgeht, ist wirklich schwer in Worte zu fassen. Erst einmal hat jedes Auto mindestens eine Beule, dann ist jedes Auto total alt. Zwischen zehn Autos und 50 Vespe kommt dann ein Maserati oder Lamborghini angefahren - wer hier drinnen sitzt, brauche ich wohl nicht zu erkären. Überhaupt: man hatte auch als naiver Tourist überall das Gefühl, auf dem Schoß der Mafia zu sitzen. Vor fast jedem Geschäft stand ein Mann und wartete. Am Anfang dachte ich noch, dies seien Raucher oder eben Männer, die viel Zeit haben. Nachdem wir aber Einheimische kennengelernt haben und uns aufklären lassen, war ganz klar - Ladenbesitzer - Schutzgeld - Mittelsmänner - Mafia. Wenn ich von Faszination spreche, meine ich dies nicht unbedingt im positiven Sinne, dennoch fasziniert mich Cosa Nostra, auch die Camorrha und die vielen neuen Bewegungen im Land. Sizilien hat ein Bild gezeigt, dass die Probleme im Land ein wenig besser erklärt. Wir haben Leute getroffen, die uns gesagt haben, dass sie froh sind, die Mafia zu haben. “Sonst würde sich ja gar niemand um uns kümmern!” Solche Sätze kann man nur verstehen, wenn man gesehen hat, was dort abläuft. Kinder haben in Abfalleimern gespielt, Autos waren bis auf den Stoffbezug des Sitzes ausgeräumt und Müll lag überall - dies war das Bild der Seitenstraßen. Die Promande und das Centro in Palermo wirken hingegen majestetisch und prunkvoll -so wie das Theater. Durch einen witzigen Zufall haben wir einen Musiker kennengelernt, der uns 5 Mädels spontan zur Erstaufführung des sizilianischen Orchesters eingeladen hat. Wow, Balkon und eine Aussicht wie in der Mailänder Skala - einziges Problem: “Mimo” ruft immer noch an! :(
Neben den Eindrücken aus Palermo haben wir natürlich auch viel anderes gesehen, wir sind an die traumhaften Strände von Mondello und Cefalu gefahren. Ein Stückchen unberührte Natur. Auch hier wieder ein Italien, wie ich es noch nie gesehen habe. Und das war das tolle an diesem Wochenende. Eindrücke, die das “Puzzle Italien” wieder um ein Teilchen ergänzt haben, um die momentane Situation in Italien zu verstehen.

Darf man auch rückwärts bloggen?

16. November 2009

Ich tue es einfach. Viele Details habe ich leider eh schon vergessen, da sich die Eindrücke und vor allem Ereignisse überschlagen. Wenn ich mir meine ersten Einträge hier aus Italien so durchlese, dann könnte ich richtig wütend werden. Wieso bin ich nur immer so ungeduldig? Dass der Anfang (vor allem nach so einem Ende) nicht immer einfach ist, ist doch klar? Naja, umso besser und schöner, dass mich Forlí bzw. Italien gefangen hat. Endlich. Finalmente.
Gerade der letzte Monat hat so viel hergegeben - wir haben ganz Italien bereist, tolle Gespräche geführt, waren auf Demonstrationen, …und die Leute. Ich glaube, das ist das Erfolgsrezept - das eigene Umfeld. Und vielleicht ist dies auch der Grund, warum ich mich so pudelwohl fühle. Meine WG ist einmalig - drei Italienerinnen und ich. Da hat sich innerhalb dieser kurzen Zeit etwas aufgebaut, was schwer in Worte zu fassen ist. Auch meine Erasmusclique von 4 Mädels - ein festes Team seit Tag Nummer 1… Das erfreuliche ist aber, dass ich auch italienische Freunde gefunden habe - Forlí wird zur Heimat. Wer hätte das gedacht?

Erasmus ist glaub ich dann kein Erasmus mehr, wenn man nicht mehr darüber nachdenkt, dass man aus Deustchland ist, auf italienisch denkt, in sämtlichen Cafes und Kneipen mit “Giulettia” begrüßt wird und abends im Bett liegt, und sich denkt: “Hoffentlich hört dieser Traum nie auf!” Oder vielleicht ist gerade das Erasmus. So oder so: DAS ist es, worauf ich so lange gewartet habe….

Wie man in der Notaufnahme landet und im Endeffekt eine “raffreddore hat”

12. November 2009

Erst einmal zur Erklärung: “raffreddore” ist eine Erkältung. Selbstverständlich gibt es da schlimmere und weniger schlimme. Fakt ist aber, dass es bei keiner der beiden Erkältungstypen eines Aufenthalts in der Notaufnahme eines italienischen Krankenhaus bedarf. Oder etwa schon?

Nach zehn Tagen Fieber, Schwindel und richtig üblem Schnupfen und Husten habe ich mir doch irgendwann Sorgen gemacht, ob ich nicht eine der Influenzen habe… Also Schweinegrippe (zu der Zeit war der Virus bei den Erstis ausgebrochen) oder die viel schlimmere “normale “Grippe. Meine ganze WG war angesteckt, zu dritt lagen wir daheim auf der Couch und haben uns selbst bemitleidet. Die Medizin war alle und wir mussten notgedrungen in eine der vielen Apotheken. Hah! Denkste! Ganz Forlí war krank…. Es gab kaum noch Medizin, die Autos vor den Apotheken haben ein Verkehrschaos erzeugt - ich habe nur noch gesagt: “DA gehe ich nicht rein, ich bleibe bei meinem Ingwer!” Also haben wir zwei weitere Tage gewartet - bei meinen Italienerinnen kam irgendwann noch MagenDarm hinzu! Erbärmliches Wohnen.

IRGENDWO hatte ich einmal gelesen, dass das Gesundheitswesen in Italien (nach Frankreich) zu dem besten der Welt zählte - IRGENDWANN ging es mir so schlecht, dass ich beschlossen habe, IRGENDWIE zum Arzt zu fahren. Gemeinsam mit Alessia. “Offene Sprechstunde” stand an der Tür - nach unserer Erfahrung mit der Apotheke hatten wir Sorge, dass wir uns auf eine lange Schlange und viele Keime gefasst machen müssen. Von wegen, innerhalb eines Wartezimmers, welches einer Sporthalle ähnelte, waren wir die einzigen. Der Arzt schien betrunken….er ließ uns in sein “Zimmer”. Was habt ihr? Wie fühlt ihr euch? Nach 10 Minuten über Deutschland, seiner Abneigung gegenüber der Hysterie um die Schweinegrippe und einer einzigen Frage zu unserem Gesundheitszustand verschrieb er uns beiden Penicilin - ohne Untersuchung. Wieder haben wir beschlossen, nichts zu unternehmen und auf meinen Ingwer zu vertrauen….ein folgenschwerer Fehler.
Die folgende Nacht war so grausam für uns alle in der WG, dass ich sie kaum beschreiben kann. In der Früh habe ich beschlossen, mich per Bluttest testen zu lassen, was ich denn nun habe. Nunja, ich habe das zwar beschlossen, aber da habe ich nicht mit den Italienern gerechnet. Eine Analyse gibt es nur bei bestimmten Ärzten - ich brauche folgende Unterlagen etc pp….
Meine Süßen (anna-lena und mari) haben mich spontan zu Hause abgeholt und ins Krankenhaus gefahren - sofort ging es in die Notaufnahme. Dort trafen wir auf eine äußerst herzliche und nette Dame, die uns unmissverständlich erklärte, dass wir kein Recht auf eine Blutuntersuchung haben und schon gar keinen Einfluss auf die Wartezeit. Das Wartezimmer war voll, ich vielleicht todkrank - also bekam ich eine dieser tollen Masken - und saß fast 3 Stunden mit den Mädels im Wartezimmer —- die Blicke der Leute werde ich so schnell nicht vergessen. Endlich - durch den Lautsprecher ertönt “Julia Losse” - das muss ich sein. Ich wurde in ein Bett gelegt und in einen Raum gefahren. In diesem Raum stand aber sowas von ein “figo” von einem Arzt. Wieso begegne ich einem solch attraktivem Mann, wenn ich geschwollen, krank und mit dieser Drecksmaske ausgestattet bin? Hilft ja nix, ich wurde untersucht (!!!!), mir wurde Blut abgenommen und ich bekam eine Infusion - und wurde schließlich für weitere drei Stunden in einen Aufwachraum gesteckt. Irgendwann musste ich nur noch lachen, weil ich die Situation so komisch fand….ich wollte wissen, ob ich Grippe habe und befinde mich seit sechs Stunden im Krankenhaus… Noch mehr lachen musste ich, als mir der Arzt nach der Analyse gesagt hat, dass ich weder Schweinegrippe habe noch eine normale Influenza - sondern “un raffreddore forte” - eine starke Erkältung. Gut, dass Papa immer gesagt hat, Lachen ist die beste Medizin.

Zwischen Abercrombie und Aperol…

29. Oktober 2009

Erst die USA. Dann Italien. Und ich dazwischen. Oder nicht? Zugegeben, ganz einfach ist es nicht, die USA einfach so hinter sich zu lassen und sich zu 100 Prozent auf Italien einzulassen. Aber ich gebe mir Mühe. Schwierig wird es aber dann, wenn sich hier Abercrombie und Aperol mischen - und das diesmal nicht an mir liegt. Sondern an den Politikkursen zum Beispiel. Mein Lieblingskurs hier ist “Comunicazione Politica”….naja Lieblingskurs bis zu einem gewissen Grad eben - also wenn wir entweder nur über die USA sprechen. Oder eben über Italien. Beide Länder aber zu vermischen bzw. zu vergleichen ist Unsinn. Passiert aber immer öfter. Die PPP-Folien sind mittlerweile zweisprachig und sprechen von Bush`s Regierungszeit und Berlusconi. Hallo? Beides zwar große Idioten, nur vergleichen kann man selbst diese Idioten nicht.
Aber das wird hier gemacht. Nach und nach finden wir auch heraus, dass diese Profs (die stets vergleichen) Mitglieder der PDL (also Berlusconi-Anhänger) sind. Na super! Und das nennt man dann “comunicazione politica” - objektive Berichterstattung wird uns gelehrt - praktiziert wird sie nicht einmal von den Dozenten. Und die Studenten im Kurs. Ja das ist das andere Thema. Sind zwar alle - wie sie selbst sagen - sehr links. Sich gegen den grande prof aber verbal zu wehren - Pustekuchen. Ganz im Gegenteil. Heute beim gewöhnlichen Aperitivo habe ich in die Runde gefragt, wer wie bei welchem Medium arbeitet. Tja, die meisten arbeiten für pro-Berlusconi-Blätter. Und das sind dann die “Linken”, die sich gegen die Regierung wehren wollen. Bello futuro, Italia. Das hat mich wirklich geschockt. Tut es noch immer.

Das erste Mal in meinem italienischen Leben…

27. Oktober 2009

…haben meine Mitbewohnerinnen für mich gekocht.
…konnte ich fast den ganzen Text bei Jovanotti mitsingen.
…habe ich mich im Unterricht gemeldet und etwas gesagt.
…konnte ich meine Computerprobleme selbst lösen.
…habe ich ein Rad gestohlen, es aber weiterverschenkt.
…habe ich in Skype in drei verschiedenen Sprachen gesprochen.
…musste ich die italienische Polizei anrufen.
…durfte ich mich von genau dieser anflirten lassen.
…war ich in einer Olivenöl-Manufaktur und hab zehn Euro für ein Fläschchen ausgegeben.
…habe ich in einer Disco geraucht.
…waren meine Eltern hier.
…habe ich einen Flug nach Palermo gebucht.
…wurde ich deswegen über die Mafia aufgeklärt.
…stand ich an Mussolinis Grab.
…darf ich Petra hier willkommen heißen
…war ich in Ravenna.
…habe ich in Florenz einen kostenlosen Parkplatz gefunden.
…bin ich von meinen Kommilitonen zum Essen eingeladen worden.
…habe ich auf offener Straße “porco dio” gerufen.
…bin ich beim Falschparken erwischt worden.
…wurden 8 Euro am Bancomato an Gebühren abgebucht.
…war ich an dem Lieblingsort von Luca Toni in Berdinoro.
…bin ich frustriert aus der Shoppingmall nach Hause gefahren.
…habe ich Trüffel gegessen. Und Pommes.
…habe ich auf italienisch über die Beziehung zwischen Merkel, Berlusconi und Obama gesprochen.
…bin ich durch die erste Prüfung gefallen.
…habe ich auf italienisch geträumt.
…ist mir aufgefallen, was alles in zwei Wochen passieren kann.

La vita diventa dolce….

20. Oktober 2009

ich habe zwar insgeheim schon nicht mehr daran geglaubt, aber das italienische Leben wird langsam. Und wie. Nach den bekannten Startproblemen habe ich weiter gekämpft. Für ein repariertes Auto. Eine funktionierende Internetverbindung, eine Heizung, die sich nicht nach einer Stunde abschaltet. La vita è bella.
Ich kann gar nicht glauben, dass es dieses Mal so lange gedauert hat mit der Akklimatisierung - aber ich fühle mich verdammt wohl hier. Und obwohl ich weiß, dass heute das Eichstätter Semester wieder beginnt. Den 20. Oktober habe ich mir nämlich als Limit gesetzt - und ich muss sagen, wow….Forli wird langsam klasse. Der Freundeskreis wird größer, die Geschäfte ersichtlicher und meine WG wird auch immer besser. Wir sprechen mittlerweile zum Glück nur noch italienisch miteinander. Der Putzwahn stört mich nicht mehr - ganz im Gegenteil. Mit Cristina, meiner Mitbewohnerin aus Bologna unternehme ich fast jeden Tag tolle Sachen. Kochen pasta alla mama, shoppen in Rimini oder gehen am Strand spazieren. Schön langsam lebt es sich hier auch italienisch. Jeden Montag und Freitag gehe ich auf den wunderbaren Markt hier in Forli. Frisches Gemüse, Obst, Blumen, Ricotta und Gradino - ich komme mir langsam wie ne Hausfrau vor. Die Leute kennen mich schon und ich sage nur noch “Come sempre - wie immer” - danach wird gekocht. Essen und Trinken nehmen mir eine elementare Rolle ein - und es gefällt mir. Tolle Rezepte, Ideen und einfach gemütliches Beisammensein. Trotzdem bin ich froh, meine feste Erasmusclique zu haben, die aus der lieben Anna-Lena aus Eichstätt, einer Belgierin, Französin und Portugiesin besteht. So habe ich immer einen guten Englisch-Italienischausgleich. Auch die Partys werden immer mehr, was sich leider auf mein “Studium” auswirkt. Naja, man kriegt zwar immer gesagt “Ihr seid Erasmus - ihr seid doch nicht zum Lernen da”, aber ich hatte doch tatsächlich schon meine erste schriftliche Prüfung in Politikwissenschaften. Naja, war eigentlich gar nicht so schwer…mal sehen.
Ich bin so froh, endlich Routine zu haben. Zu wissen, was man wo wie und vor allem wann (lebenswichtig in Forli) kriegt. Und so schlecht finde ich Forli auch gar nciht mehr - ganz im Gegenteil. Eine gemütliche, echt italienische Stadt. Und sie liegt einfach super. Am Wochenende waren wir mit Uschi im wunderschönen San Marino und haben das italienische Leben genossen. Gestern waren wir am Meer und am Wochenende gehts in die Toskana. Nach Florenz. Siena. Und Cinqueterre.
Außerdem habe ich dank Petra herausgefunden, wo Luca Toni am liebsten seinen Urlaub verbringt - ganz in der Nähe in Bertinoro. Mal sehen…ci sentiamo dopo

Und Blumentopf hatte Recht…

12. Oktober 2009

Am Anfang war es nur ein Lied. Mit coolen Beats und witzigen Texten. Mittlerweile aber ist es mehr. Es zeigt, wie verrückt es eigentlich ist - das Warten. Wir warten ständig und überall - unbewusst oder bewusst. Freiwillig oder eben nicht. Abwarten. Erwarten. Abwarten heißt, das Warten geduldig fortsetzen, bis eine Sache sich völlig entwickelt hat oder der Erfolg einer Sache eintritt, der dem Warten ein Ende machen soll. Erwarten bedeutet, auf etwas Bestimmtes warten, von dem man weiß oder hofft, daß es wirklich eintreten wird. Jeder fühlt sich in der Wartezeit fremdbestimmt und versucht, es zu vermeiden. Das Warten.
Manchen wird schneller langweilig als anderen. Wieso eigentlich? Hat dies etwas mit Zeitmanagement zu tun? Oder mit Ansprüchen? Nichts zu tun ist jedenfalls keine Lösung. Denn Warten tut man ja auch so….



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